Pflegekinder - Formen der Pflege

Stand 11.2017

Verwandtenpflege

In einigen Fällen helfen auch Familienangehörige aus, wenn ein Kind oder Jugendlicher nicht im Haushalt der Eltern leben kann. Für die Kinder oder Jugendlichen bedeutet dies einen Erhalt von Vertrautem und hilft, das Zugehörigkeitsgefühl im neuen Lebensumfeld zu stärken. Als Verwandtenpflegestelle bewegen sich die Großeltern, Tanten oder Onkel jedoch auch besonders stark im Spannungsfeld zwischen den Wünschen und Erwartungen der leiblichen Eltern der Kinder und der Aufgabe, ihre Enkel, Nichten oder Neffen möglicherweise vor den eigenen Kindern, Brüdern oder Schwestern zu schützen und angemessen zu erziehen. Zudem sind sie nicht mehr "nur" Oma, Opa, Tante oder Onkel, sondern nun auch die primäre Bezugsperson für das Pflegekind und damit auf einer höheren Ebene für das Kind oder den Jugendlichen verantwortlich. Es gilt u.a., den Umgang zwischen Eltern und Kind und viele weitere Fragen zu klären.

Um die Verwandten auf diesem Weg zu unterstützen und die Chancen für ein harmonisches Zusammenleben zu stärken, nehmen alle Verwandten, die ein verwandtes Pflegekind aufnehmen, an einem speziell auf dieses Thema ausgelegten Qualifizierungsseminar teil. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Pflegekinderdienstes unterstützen und beraten die Verwandten bei Aufnahme eines verwandten Pflegekindes und für die Dauer des Pflegeverhältnisses.

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