„Mensch, Solingen“-App startet durch

Jetzt mit erweiterten Funktionen

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Liebe Solingerinnen und Solinger,

wäre es nicht wunderbar, wenn Ihre Armbanduhr nicht nur die Uhrzeit anzeigte, sondern Sie auch rechtzeitig vor dem nächsten Starkregen über ihrem Wohnviertel warnen würde? Damit Sie noch Zeit haben, die Wäsche von der Leine zu holen und die Gartenmöbel zu sichern?

Oder -  was in der jetzigen Coronakrise mit den überlasteten Telefonanlagen und verschlossenen Türen fast utopisch klingen mag - Sie Ihren Termin beim Sachbearbeiter im Rathaus über Smartphone buchen und Ihr Handy Sie dann auch noch sicher durch die Rathausflure navigiert, bis Sie vor der richtigen Tür stehen?

Ja das wäre wunderbar, und was noch wunderbarer ist: es ist kein Science-Fiction-Traum. Schon in wenigen Wochen wird die „Indoor-Navigation“ für das Solinger Rathaus Realität sein. Und die Starkregenwarnung kommt 2021. Und was das Beste ist: Die Online-Terminbuchung für das Bürgerbüro funktioniert schon jetzt. Alles, was Sie dafür brauchen, ist ein Smartphone mit Android-Betriebssystem oder ein iPhone oder eine Smartwatch. Die Anwendungssoftware, die Solingen-App, erhalten Sie gratis in den App-Stores der großen Anbieter. Wer bereits die erste Version der Solingen-App, die Coronainfo-App, installiert hatte – und das haben bisher schon fast 5.000 Bürgerinnen und Bürger getan -  muss die App noch mal auf den neuesten Stand bringen.

Mit der neuen Version macht unsere Solingen-App einen großen Sprung nach vorn. Sie ist kein Spielzeug, sie ist eine wesentliche Komponente der Digitalisierungsstrategie, die ich seit Jahren im Solinger Rathaus vorantreibe. Ich will erreichen, dass die Solingen-App die Solingerinnen und Solinger als mobiles Bürgerbüro durch den Alltag begleitet. Ein Bürgerbüro, das Sie ständig bei sich tragen, über das Sie Verwaltungsdienstleistungen abwickeln und direkt bezahlen können. Und daneben wird die App das stets aktuelle Runduminformationspaket zum Rathaus und zur Stadt werden.

Auch wenn die Solingen-App ein Werk ist, das wahrscheinlich nie vollendet wird, weil sich immer wieder neue Anwendungswelten eröffnen, so verabschieden wir uns ab heute aus dem Reich der Visionen und landen in der Realität. Ab sofort kann besichtigt und ausprobiert werden, was beim virtuellen Rathaus Solingen alles schon geht.

Das geht jetzt schon - eine Auswahl

Geo-Informationen
  • Finden Sie das nächste Freifunk-WLan in Ihrer Nähe. Oder die nächste E-Tankstelle.
  • Aktuelle Informationen zu Straßenbaustellen mit Angaben zur Dauer und Ansprechpartnern
  • Sehenswürdigkeiten und Freizeitangebote mit der Möglichkeit eigene Fotos hochzuladen
  • Parkplatzinformationssystem (mit Zahl der Parkplätze bei den E-Ladesäulen)
Digitales Rathaus
  • Vereinbaren Sie Ihren Termin im Bürgerbüro!
  • Finden Sie den Abholtermin für gelbe, blaue und graue Tonnen und importieren Sie den Termin in Ihren digitalen Kalender
  • Mängelmelder mit Uploadmöglichkeit für Fotos
  • Was passiert an den Solinger Schulen? Alle laufenden Investitionsprojekte mit detaillierten Informationen
Services
  • Wetterassistent
  • Einen Coworkingplatz im Gründer- und Technologiezentrum buchen
  • Finde die nächste Bushaltestelle  incl. Fahrplanauskunft
  • Stellenportal für Solingen und die Region

Was kommt noch zusätzlich dieses Jahr?

  • Indoornavigation im Rathaus
    Wo finde ich wen? Bis zum Herbst!
  • Erweiterter Mängelmelder mit Informationen über den Bearbeitungsstand
  • Integration der Webangebote des Solinger Einzelhandels
  • Informationen über Wanderwege und Fahrradrouten (Anbindung an Komoot)

Was im nächsten Jahr?

  • Ausbau der ÖPNV Integration, wie z.B. Standort und Verspätung des Busses und Auslastung beim BOB
  • Integration der Starkregen Warnung der Technischen Betriebe
  • Integration von Onlineprozessen, wie z.B. Wunschkennzeichen
  • Authentifizierung mittels der eID (Android und iOS)
  • Integration des Postkorbes
    Post, soweit rechtlich möglich, digital empfangen und per Pushnachricht informiert werden
  • Weitere SmartCity Informationen, wie z.B. Informationen zur Auslastung von Behindertenparkplätzen
  • Ausbau der Freifunk-WLAN Router
  • Ausbau der Wettersensoren im Stadtgebiet

Was die Liste zeigt: Digitalisierung ist ein Prozess, der alle Lebensverhältnisse durchdringt und verändert. Und die Liste zeigt auch: Im Solinger Rathaus ist der Umbruch längst angekommen.

Die Zahl der Projekte und Wettbewerbe, die Bund, Land und die Kommunen angeschoben haben, steigt seit Jahren. Woran ich immer fest geglaubt habe, hat sich erfüllt:  Wenn eine große Idee überzeugend vertreten wird, dann wird sie am Geld nicht scheitern. Die Digitalisierungsstrategie der Klingenstadt hat viele Ministerien in Bund und Land überzeugt: Solingen gehört deshalb inzwischen nicht nur zu den „Digitalen Modellregionen“ die vom NRW-Wirtschaftsministerium gefördert werden. (2 Millionen Euro Projektvolumen), sondern auch zu den „SmartCity-Modell-Städten“ des Bundesinnenministeriums: Neun Millionen Euro fließen von Berlin nach Solingen für Projekte, die einen Bezug zur Stadtentwicklung haben.

Das sind Projekte, die in unserer Stadt die Daten zum Tanzen bringen – Sensordaten für Regenmengen und Temperatur, Daten über den Verkehrsfluss, Geoinformationen. Alle sollen auf gemeinsamen Plattformen landen, auf denen sie sich miteinander verbinden, neue Erkenntnisse und Anwendungen ermöglichen, die dann auf verschiedenen Kanälen ausgegeben werden – z.B.  auf unserer Solingen-App. Womit wir wieder beim Warndienst für den Starkregen wären. Mit Blick auf den Himmel und die durstige Natur muss ich allerdings eine Einschränkung machen: Regen-Machen kann die Solingen-App nicht.

P.S.: Aber vielleicht zur Senkung des motorisierten Verkehrs in Solingen beitragen und damit einen Faktor beeinflussen, der den Klimawandel verursacht: Je mehr Dienstleistungen digital verfügbar sind, desto mehr Wege, die jetzt noch mit dem PKW zurückgelegt werden, werden überflüssig.

Ihr

Tim-O. Kurzbach
Oberbürgermeister

Und hier gibt's die App