Solingen setzt sich für Hurrikan-Opfer in Jinotega ein

Jinotega Überflutungen

Nicaragua ist eines der am stärksten vom Klimawandel betroffenen Länder der Welt. „Ein weiteres Mal werden die Menschen im Globalen Süden mit den Auswirkungen des Klimawandels konfrontiert, der maßgeblich von den großen Industrienationen verursacht wird", zeigt sich Oberbürgermeister Tim Kurzbach tief betroffen von den verheerenden Auswirkungen der Tropenstürme. Um so dankbarer ist Kurzbach für das Engagement des Solinger Fördervereins „Städtefreundschaft Solingen-Jinotega" und dessen Partnern vor Ort. „Die Stadt Solingen wird die Vereine tatkräftig unterstützen, um den Menschen zu helfen."

Viele Menschen stehen vor dem Nichts

Jinotega Überflutungen
Nur zwei Wochen nach dem verheerenden Wirbelsturm „Eta" hatte „Iota" als Hurrikan der höchsten Kategorie 5 die Küste Nicaraguas Anfang dieser Woche erreicht. Nach Behördenangaben traf „Iota" mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 km/h südlich von Bilwi auf Land. Die Opferzahlen dürften weiter steigen, da viele Gegenden wegen Überschwemmungen, Stromausfällen und anderen Sturmschäden zunächst unzugänglich waren. In Nicaragua wurden nach offiziellen Angaben 28 Brücken beschädigt. Mehr als 60.000 Menschen campieren derzeit in Notunterkünften. Mindestens 49 Menschen sind in Mittelamerika durch den Hurrikan „Iota" ums Leben gekommen. Allein in Nicaragua wurden nach Angaben der Behörden 21 Todesopfer gezählt.

Informationsveranstaltung zu den Folgen des Klimawandels in Mittelamerika

Zu den konkreten Folgen des Klimawandels am Beispiel Mittelamerikas und zur die Nothilfeaktionen des Bildungsvereins La Cuculmeca in Jinotega lädt der Förderverein zu einer virtuellen Informationsveranstaltung ein. Teilnahmen sind nach vorheriger Anmeldung beim Förderverein Solingen-Jinotega e.V. möglich. Details finden sich auf dessen Homepage (Link siehe unten).  Die Veranstaltung findet statt am:

  • Donnerstag
  • 10. Dezember 2020
  • ab 19 Uhr

Unterstützung für die Menschen in der Partnerstadt

Die im Bergland nahe der Grenze zu Honduras gelegene Stadt Jinotega ist seit 2016 offizielle Partnerstadt der Klingenstadt. Bereits seit 1985 bestand eine intensive Städtefreundschaft in Kooperation mit dem Förderverein. Zahlreiche gemeinsame Projekte wurden in den letzten Jahrzehnten umgesetzt; regelmäßig finden Bürger- und Schülerreisen statt. Aufgrund der Corona-Pandemie musste eine für Juni 2020 geplante Bürgerreise auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Im Stadtkern von Jinotega führten die Überschwemmungen zwar nicht zu dramatischen Zerstörungen, aber eine Sturmflut, katastrophale Windschäden, sintflutartige Regenfälle, Überschwemmungen und Erdrutsche trafen den ländlichen Raum rund um die Solinger Partnerstadt sehr schwer. „Anbau- und Weideflächen sind überschwemmt", berichtet Hans Wietert-Wehkamp, der Vorsitzende des Fördervereins. Die Ernte von Kaffee, Zuckerrohr, Erdnüssen, Bohnen, Reis, Mais und Hülsenfrüchten sei gefährdet: „Davon hängt ein großer Teil der Ernährungssicherheit im Land ab." Straßenverbindungen zu einigen Dörfern sind durch Geröllmassen für Fahrzeuge unpassierbar geworden. Im Sinne der Soforthilfe hat der Bildungsverein „La Cuculmeca" eine Lebensmittelsammelaktion gestartet, um dort zu helfen, wo Menschen unmittelbar in Not sind. Jetzt werden weitere mittelfristige Maßnahmen geplant, die nachhaltig helfen sollen.

Für ein solches Aufbauprogramm sammelt der Verein "Städtefreundschaft mit Jinotega" Spenden für die Solinger Partnerstadt und die Katastrophenregion auf seinem Konto

IBAN DE69 3425 0000 0001 7667 08
Stadtsparkasse Solingen
Verwendungszweck: Hurrikanhilfe
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Unpassierbare, Straßen, übergetretene Gewässer, Schäden an Häusern und Hütten rund um die Partnerstadt Jinotega in Nicaragua.
Fotos: Förderverein Städtefreundschaft Solingen-Jinotega (November 2020)

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