Solingen und Jinotega: „Generationen wirken in Projekten“

Generationen wirken in Projekten, Exkursion im Workshop „Junge Expertise“ im Bezirk Jinotega
Generationen wirken in Projekten, Exkursion im
Workshop „Junge Expertise“ im Bezirk Jinotega,
2017

Starke Strukturen

1985 begann die Zusammenarbeit mit  Jinotega in Nicaragua mit Projekten von Vereinen. So konnten im Laufe der Jahrzehnte starke Strukturen vor Ort aufgebaut werden, wie mit dem Bildungsverein „La Cuculmeca“ in Jinotega.  Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die jetzige intensive Zusammenarbeit. Bei Projekten stehen zunehmend die Umweltthemen im Vordergrund, es geht vor allem um Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel.

Freiwilligendienste und eine Vielzahl an Begegnungen finden statt und sind auch für das Engagement junger Leute besonders interessant. Die Fördergeber von Bund und Land unterstützen zahlreiche Austauschaktivitäten und Projekte.

Klimaallianzen mit Jinotega

Seit 2013 arbeiten Solingen und Jinotega auch direkt als Stadtverwaltungen in Projekten zusammen. Um eine klimaschonende Energiegewinnung ging es in ihrem ersten gemeinsamen Projekt: 2015 wurden Solaranlagen in schlecht zugänglichen Dorfregionen des Bezirks Jinotega errichtet, so dass viele Haushalte und die örtliche Schule erstmals mit Strom versorgt werden konnten. Junge Leute aus den Dörfern wurden ausgebildet, sie kümmern sich fortan um Pflege und Wartung der Anlagen. Ein besonderer Schwerpunkt im Projekt war die Sensibilisierung der Bevölkerung für eine nachhaltige Energiegewinnung.

Das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) förderte das Projekt mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt/Engagement Global aus dem Förderprogramm „Nachhaltige Kommunale Partnerschaften –Nakopa“. 

Förder- und Bildungsvereine

Die Partnerschaft wird vor allem durch das Engagement des Fördervereins „Städtefreundschaft mit Jinotega e.V.“ getragen. Die vielfältigen Aktivitäten koordiniert der Förderverein gemeinsam mit dem Bildungsverein „La Cuculmeca“ in Jinotega.

Wasser, Abwasser und klimaschonende Öfen

Anfang 2016 begann das zweite gemeinsame Projekt der beiden Städte Solingen und Jinotega. In zwei entlegenen Dörfern -La Cal und Corral de Piedra- wird seitdem die Trink- und Abwasserwasserversorgung durch umfangreiche Baumaßnahmen saniert, für die Dorfgemeinschaften werden Latrinen angelegt und solarbetriebene Pumpstationen kommen zum Einsatz. Mit umweltfreundlichen Heizöfen und verbesserten Kochstellen werden außerdem auch ökoeffiziente Technologien praktisch angewendet. Durch die Maßnahmen sollen die Lebensbedingungen der betroffenen Familien in Haushalten, Schulen, Kirchen und Gasthöfen schrittweise  verbessert werden.

Um die Einwohnerinnen und Einwohner für eine fortdauernde nachhaltige Nutzung der geringen Ressourcen zu sensibilisieren, werden Schulungen und Kampagnen durchgeführt: zum Erhalt von Wasser- und  Brennholzvorräten, damit die schon fast versiegten Quellen und knappen Ressourcen nutzbar bleiben. 

Das Projekt läuft noch bis September 2018 und wird vom Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt/Engagement Global gefördert. (Förderprogramm „Nachhaltige Kommunale Partnerschaften –Nakopa“).

 

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