Solingen in der NS-Zeit

Stand 11.2018

Collage aus Personenportraits und Stolpersteinen

„Man soll mich nur nicht vergessen!"

Diesen Satz begreift das Stadtarchiv Solingen als Leitmotiv für die Veröffentlichung von Schicksalen Solinger Bürger in den Jahren 1933 bis 1945 im Internet.

Stolpersteine

An die 120 Stolpersteine sind im Laufe der letzten Jahre im gesamten Stadtgebiet als kleine „Denkmäler" verlegt worden. Individuelle Lebensläufe erinnern an diese Solinger Opfer des NS-Unrechtsregimes.

Schicksale

Opfer des Nationalsozialismus sind dabei nicht nur diejenigen, die durch die Verfolgung ihr Leben verloren, sondern auch die, deren ganze Lebensplanung zerstört wurde, die unter unsäglichen Bedingungen überlebten oder die die erlittenen körperlichen und seelischen Verletzungen nie verwunden haben. Einige beispielhafte Schicksale haben wir hier zusammengetragen.

Novemberpogrom 1938

Bei der Darstellung und den Dokumenten zum Novemberpogrom 1938 in Solingen stehen nicht die Opfer im Mittelpunkt, sondern erstmals die NS-Täter. Darstellung, Dokumente sowie eine Literaturliste der stadthistorischen Forschung zum Schicksal der jüdischen Mitbürger unter dem NS-Regime stehen für Interessierte zum Herunterladen bereit.

Das Stadtarchiv wird die Präsentation von weiteren Schicksalen Solinger Opfer und Täter des Nationalsozialismus kontinuierlich fortsetzen. Grundsätzlich werden dabei alle Personen, die in Solingen geboren oder in den Jahren zwischen 1933 und 1945 in Solingen lebten, als „Solinger" behandelt. Aber auch diejenigen Menschen, für die Solingen erst nach 1945 zu ihrer (zumindest zeitweisen) Heimat geworden ist, werden Berücksichtigung finden - auch wenn ihr Verfolgungsschicksal, ihr Geburtsort oder ihr Lebensmittelpunkt bis zum Kriegsende nicht in Solingen gelegen hat.