Unsere Stadt auf gutem Weg

Stand 01.2018

Solingen ist attraktiv und wächst!

Oberbürgermeister Tim Kurzbach

Liebe Solingerinnen und Solinger,

unsere Stadt wächst! Und das ist nicht erst seit gestern so. Nein, dies ist ein Trend, der sich in den vergangenen Jahren verfestigt hat – und der mir viel Freude bereitet. Die neuesten Bevölkerungszahlen, die uns die Statistiker des Rathauses präsentieren, bestätigen die Entwicklung erneut: Ende 2017 lebten 162.444 Menschen in Solingen. Das sind 144 Einwohner mehr als zuvor. Jetzt sagen Sie vielleicht, das sei ja nicht gerade die Welt. Das mag stimmen. Aber die Tendenz spricht für uns und unseren Weg. Auch 2016 verzeichnete Solingen ein Plus von 394 Menschen, die hier leben möchten. In der Zeit davor gab es ebenfalls schon Zuwächse zu vermelden. Um das noch ein wenig stärker zu verdeutlichen: Solingen war vor einigen Jahren auch schon einmal unter die Grenze von 160.000 Einwohnern gesunken!

Jetzt haben wir diese Delle überwunden. Eine solch positive Trendwende ist heute alles andere als selbstverständlich. Es gibt viel zu viele Gemeinden, die schrumpfen. Auch Solingen hätte mit solchen Problemen zu kämpfen, verließen wir uns von Jahr zu Jahr allein auf die Geburten. Denn das ist der traurige Teil der Wahrheit. Es sterben jedes Jahr mehr Solinger in unserer Klingenstadt als Neugeborene das Licht der Welt erblicken. 1449 Geburten standen im abgelaufenen Jahr 2093 Todesfällen gegenüber. Wohin das führte, wenn dies die einzigen Einflussgrößen wären, möchten wir uns gar nicht vorstellen.  Solingen aber wächst gegen diesen Trend an. Warum? Weil wir in einer offenen Stadt zu Hause sind, in der es sich zu leben lohnt - und die immer mehr Menschen von außerhalb anzieht.

Entsprechend vermarkten wir unsere Stadt außerhalb der eigenen Grenzen. Wir haben längst erkannt, dass sich diese Strategie lohnt. Denn die Menschen in anderen Kommunen erkennen durchaus, was Solingen zu bieten hat. Dass wir eine Stadt haben, in der Familien ein gutes Zuhause finden. In der sich die Infratstruktur mit Kindergärten und Schulen sehen lassen kann, in der die Preise für Grund und Boden stimmen, in der sie sicher leben können, in der es gute Freizeitmöglichkeiten gibt, mit einer Vielzahl an Vereinen und Organisationen, die enorm viel auf die Beine stellen, in der für gute kulturelle Angebote gesorgt ist und in der es so viele schöne grüne Erholungsräume gibt.

Das zieht Menschen an, wie die Wanderungsbilanz beweist. Egal ob Köln, Düsseldorf, Wuppertal, Remscheid, Essen, Hilden, Langenfeld, Haan oder Leichlingen – es kommen mehr Menschen zu uns als es sie dorthin zieht. Das sind ermutigende Zahlen. Es lohnt, diesen Weg weiterzugehen – und Solingen als die attraktive, grüne, tolerante und friedliche Wohnstadt in der Region zu etablieren. Das ist keine Abkehr vom Wirtschaftsstandort, der Wert auf möglichst viele gute starke Unternehmen innerhalb der eigenen Stadtgrenzen legt. Keineswegs. Hier ist unser Eifer ebenso groß. Deshalb arbeiten wir mit Tempo an der Digitalisierung. Die Gewerbegebiete und möglichst viele Firmen müssen so schnell wie möglich ans schnelle Internet. Das setzt im Wettbewerb um die Unternehmen einen wichtigen Pluspunkt pro Solingen. Beide Strategien müssen parallel verfolgt werden. Denn die Resultate befruchten sich gegenseitig: Wer hier gut und gerne wohnt, wünscht sich auch tolle Jobs in direkter Nähe – und umgekehrt.

Dass die Rechnung aufgeht, sehen wir derzeit in Ohligs. Der neue Investor für das frühere Olbo-Gelände wird dort rund 300 Wohnungen in ganz unterschiedlichen Preisklassen bauen - weil er an den Stadtteil glaubt und die entsprechende Nachfrage auf dem Markt sieht. Nicht weit entfernt werden am Rande der Heide auf dem Stadion-Gelände am Hermann-Löns-Weg weitere rund 100 Wohnungen entstehen. Nur zwei Beispiele dafür, wie begehrt Solingen inzwischen ist. Es wird erkannt, was wir bieten. Das ist eine Stellschraube, um die Wanderungsbilanz zu Gunsten Solingens auch in den kommenden Jahren weiterhin positiv zu gestalten.

Um gegen andere Städte zu bestehen, tun wir viel. Nehmen Sie etwa den Ausbau der Kindergartenlandschaft. Allein in diesem Frühjahr werden drei neue Einrichtungen fertig. Acht weitere folgen in den kommenden Jahren, um den wachsenden Bedarf zu decken. Das ist eine große (auch finanzielle) Herausforderung, der wir uns stellen, weil wir wissen, dass die Kita-Betreuung für Familien ein grundlegender Entscheidungsfaktor für eine Wohnortentscheidung ist. Hier brauchen sie absolute Verlässlichkeit und das begründete Vertrauen in unsere städtische Infrastruktur. Daran werden wir auch 2018 jeden Tag arbeiten.

Es grüßt herzlich
Euer und Ihr

Tim-O. Kurzbach
Oberbürgermeister