Städtepartnerschaft mit Ness Ziona

Ness Ziona: Rathaus von Ness Ziona mit Springbrunnen

Ness Ziona, Israel

Partnerstadt seit 1986
im Landesinneren, 25 Kilometer südöstlich von Tel Aviv, 50 Kilometer nordwestlich von Jerusalem
rund 40.000 Einwohner

Municipality of Ness Ziona
Town Hall

9 Habanim St.
ISR - 70 400 Ness Ziona

Die Partnerschaft

Im Juni 1987 unterzeichneten Bürgermeister Nissan Krupsky aus Ness Zionain Israel und Solingens Oberbürgermeister Gerd Kaimer in Solingen die Partnerschaftsurkunde. Der Ausschuss für Partnerstädte beim israelischen Städtetag hatte die Stadt Ness Ziona ausgewählt, nachdem Solingen im Vorfeld sein Interesse an einer Städtepartnerschaft mit Israel bekundet hatte.

Jüdischer Friedhof

Ebenfalls 1987 übernahm die Städtische Gesamtschule in Absprache mit der Jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal die Patenschaft über den jüdischen Friedhof am Estherweg. Im Frühjahr 1988 wurde eine Arbeitsgemeinschaft ins Leben gerufen, welche die Betreuung übernahm. Neben den Pflegearbeiten begann eine Korrespondenz mit geflüchteten Solinger Juden.

Begegnungen

1991 besuchten Yossi Shvo, damals noch Stellvertreter des Bürgermeisters, und Ratsmitglied Jakob Poremba die Gesamtschule Solingen und luden die Arbeitsgemeinschaft „Jüdischer Friedhof“ zu einem Besuch in Ness Ziona ein. Das war gleichzeitg die Geburtsstunde einer Schulpartnerschaft. Seither finden regelmäßige Schüleraustausche der Alexander-Coppel-Gesamtschule mit High Schools in Ness Ziona statt. Der Förderverein „Freundeskreis Solingen-Ness Ziona e.V.“ organisiert eine Vielzahl von Aktivitäten und Begegnungen. Bürgerreisen nach Ness Ziona und Kultur-, Musik- und Sportaustausche finden regelmäßig statt, ebenso tauschen sich die Stadtspitzen aus. Zum 25-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft wurde der langjährige Bürgermeister Yossi Shvo 2012 mit dem „Ehrenring“ der Stadt Solingen ausgezeichnet. 

Modernes Ness Ziona

Ness Ziona ist heute eine moderne und aufstrebende und gleichzeitig eine grüne Stadt und hat damit eine rasante Entwicklung vollzogen: einerseits als Standort für High-Tech-Industrie, andererseits wurde viel Wohnraum für zuziehende Familien geschaffen. Das Stadtbild wird nun von Neubauten bestimmt, eingebettet in Grünflächen, nicht mehr von den typischen kleinen und niedrigen Häusern aus der Pionierzeit. Ness-Ziona bietet zahlreiche Arbeitsplätze in Industrie und Forschung, aber auch auf dem ständig wachsenden Dienstleistungssektor.

Der Kyriat-Weizmann-Forschungspark, gegründet 1972, ist ein weltweit anerkanntes Zentrum für moderne Technologie und beherbergt mehr als 50 Unternehmen der Bio- und Gentechnologie, Medizin-, Laser- und Computertechnik.

Gegen Antisemitismus und Fremdenhass

Im November 2016 unterzeichnete Oberbürgermeister Tim Kurzbach gemeinsam mit den Oberbürgermeistern aus Wuppertal und Remscheid, Andreas Mucke und Burkhard Mast-Weisz, die internationale Resolution “Mayors united against antisemitism” (Bürgermeister gegen Antisemitismus). Die Initiative für das Bergische Land war von der Jüdischen Kultusgemeinde in Wuppertal ausgegangen. Oberbürgermeister Kurzbach: “Wir stehen für Toleranz, für Meinungs- und Gedankenfreiheit. Wir sind fest entschlossen und einig darin, diese Werte in unseren Städten zu verteidigen und Maßnahmen gegen jedwede Art von Diskriminierung zu ergreifen.”

Kontakt

Freundeskreis Solingen-Ness Ziona e.V.
Bernd Krebs
Lindenbaumstraße 71
42659 Solingen
Fon 0212/4 12 22
berndkrebssg@aol.com

Kontakt