Stolpersteine in Solingen

Stand 08.2017

Nahaufnahme eines verlegten Stolpersteins

Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig, das im Jahr 1992 begann. Mit im Boden verlegten kleinen Gedenktafeln aus Messing wird an das Schicksal der Menschen erinnert, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert oder vertrieben wurden. Mittlerweile gibt es rund 60 000 Steine in über 1 000 Orten Deutschlands und in zwanzig Ländern Europas.

In Solingen ließ Gunter Demnig seit dem Mai 2004 schon mehr als 100 Stolpersteine meist vor den letzten frei gewählten Wohnhäusern der NS-Opfer - Juden, „Zigeuner", politisch Verfolgte, Homosexuelle, Zeugen Jehovas oder Euthanasieopfer - in den Belag des jeweiligen Gehwegs ein.

Getragen wird die Aktion vor Ort vom „Unterstützerkreis Stolpersteine für Solingen".

Das Stadtarchiv Solingen übernimmt von Anfang an die biographischen Recherchen und Ausarbeitungen der individuellen Lebensläufe der Solinger Opfer des NS-Unrechtsregimes, für die ein Stolperstein verlegt wurde, sowie die Präsentation dieser Schicksale im Internet. Die Abteilung Kartographie im Stadtdienst Vermessung und Kataster ergänzt die geografischen Lage der Verlegungsorte im Solinger Stadtplan. Den entsprechenden Kartenausschnitt finden Sie am Ende eines jeden Schicksals.  

Liste der Stolpersteine
Sie können die Liste nach unterschiedlichen Kriterien filtern.
Literaturhinweis
  • Krause, Manfred (Hg.): „...dass ich die Stätte des Glückes vor meinem Tode verlassen müsste". Beiträge zur Geschichte jüdischen Lebens in Solingen, Solingen 2000.
  • Sbosny, Inge / Schabrod, Karl: Widerstand in Solingen. Aus dem Leben antifaschistischer Kämpfer, Frankfurt/Main 1975.
  • Schulte, Armin: „Es war so schwierig damals zu leben." Ausländische Zivilarbeiter und Kriegsgefangene in Solingen 1939-1945, Solingen 2001.