Der Fischer un sin Fru

Von Max Kratz

Bronze
239 x 145 cm
1978

Die Beziehung von Menschen zueinander hat Max Kratz in Form von Paarkonstellationen in einer Reihe von Bronzeplastiken thematisiert.

Eine Arbeit, die einen feinfühligen, subtilen Humor ausweist, bereichert die Poststrasse in Wald. Körperlich eher wie aus flachen Scheiben herausmodelliert, treten die Merkmale hervor, die das bildnerische Spiel mit der Erotik zwischen dem dargestellten Paar ausdrücken. Die Frau umfasst mit ihrer rechten Hand ihre Brust und lenkt die Aufmerksamkeit auf ihre Geschlechtsmerkmale. Von vorne betrachtet steht der Mann scheinbar teilnahmslos neben ihr, auch wenn sie sich berührend dicht aneinander stehen – miteinander verschmolzen. Erst eine Umrundung der Plastik offenbart die ganze Situation. Sie legt ihren linken Arm auf seine Schulter, er seine rechte Hand auf ihr Gesäß, die andere Hand in der nicht ausmodellierten aber trotz der vereinfachten Darstellung vorhandenen Hosentasche.

Das Paar steht mit nackten Füßen direkt auf der Erde. Diese Erdgebundenheit wird nicht durch einen Sockel unterbrochen. In dieser Plastik ist das tiefe psychologische Empfinden für menschliche Situationen, Körpersprache und die darin verborgene Dynamik des Max Kratz intensiv erfahrbar.

Kunstwerke von Max Kratz in Solingen

ars publica
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