Mahnmal des Brandanschlags vom 29. Mai 1993

Edelstahl,
Kupfer,
Stahlringe
eingeweiht am 29. Mai 1994

Zwei stilisierte menschliche Figuren aus Stahlblech stehen sich gegenüber und zerstören auseinanderreißend ein kupfernes Hakenkreuz. Sie sind von Stahlringen mit eingravierten Namen umringt, die sich Reihe um Reihe rund um die Figurengruppe zu einem Wall auftürmen. Die Namen sind die von zahlreichen Solinger Bürgern sowie Gästen, die das Mahnmal besucht haben oder sich dem mahnenden Gedenken anschließen wollten. An zentraler Stelle befinden sich 5 Kupferringe, welche die Namen von fünf Menschen tragen, die nicht mehr leben.

Das Mahnmal erinnert an den Brandanschlag auf ein Haus an der Unteren Wernerstrasse, bei dem fünf türkischstämmige Frauen und Mädchen am 29. Mai 1993 ihr Leben verloren. Zum ersten Jahrestag dieses fremdenfeindlichen Mordanschlags wurde das Mahnmal in Verbindung mit einer Menschenkette unter großer Anteilnahme der Bevölkerung eingeweiht. Der Entwurf von Sabine Mertens wurde von der Jugendhilfewerkstatt und deren Leiter Heinz Siering realisiert. Stahlringe mit Namensgravur können auch heute noch bestellt und hinzugefügt werden.

Ein Schild in der untersten Reihe des Mahnmals trägt die Zeilen:

Mahnmal Solinger Bürger und Bürgerinnen.

Wir wollen nicht vergessen.

Wir wollen nicht wegsehen.

Wir wollen nicht schweigen.

Viele Menschen in dieser Stadt trauern und erinnern an den Brandanschlag vom 29. Mai 1993, bei dem 5 türkische Mädchen und Frauen um ihr Leben kamen. Verbunden wie diese Ringe wollen wir Miteinander leben.

Kunstwerke von Sabine Mertens in Solingen

ars publica
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Landschaftsverband Rheinland