Orte der Veränderung

Feste und Feiern ohne Müll

Das Projekt „Mein Weg: Mehrweg!"

Durch Einwegbecher, Einweggeschirr und sonstige Verpackungen fallen auf öffentlichen Festen und Veranstaltungen große Mengen an Abfall an: mit negativen Folgen für das Stadtbild und unsere Umwelt.

Die großen Feste in Solingen verursachen riesige Mengen an Abfall, der nicht wiederverwertet werden kann, sondern kostenträchtig entsorgt werden muss, das Wohnumfeld verschmutzt sowie die Umwelt belastet.

  • Cola, Limonade und Bier aus dem Einwegbecher?
  • Bratwurst, Pommes frites, Reibeplätzchen und Pilzpfanne aus beschichteten Papierschalen oder Plastikschalen?
  • Mayo und Ketchup aus Kunststofftütchen,
  • Besteck aus Plastik?

Beim Feiern die Umwelt schonen

Mehrweg
Falk Dornseifer ist einer der Initatoren
und Ansprechpartner

Dies ist auch den Ausrichtern der Solinger Großveranstaltungen seit längerem ein Dorn im Auge. Nach dem Motto „Mehrweg statt Einweg" soll das Feiern zukünftig auf den größeren und kleineren Traditions, Stadtteil- oder Quartiersfesten ausgelassen und fröhlich bleiben, aber Umwelt und Klima sollen besser geschont werden. So kennt heute jeder die Problematik der Plastikpartikel in den Weltmeeren. Eingesparte Müllgebühren können zudem den Etat der Veranstalter entlasten.

So heißt es zukünftig: weniger Müll und weniger Kosten, dafür mehr Schutz für Klima, Weltmeere und Umwelt. Bei öffentlichen Feiern kommen künftig ausschließlich Becher zum Einsatz, die gespült und wieder verwendet werden können.

Gemeinsam mit Veranstaltern, Vereinen, Initiativen und Schaustellern wird nach weiteren Lösungen gesucht, auch um das Bewusstsein für eine Rückgabe zu verstärken. Dabei werden auch die Erfahrungen anderer Kommunen genutzt, zum Beispiel Duisburg, Freiburg oder München.

Spülmobil zum Ausleihen

Das Projekt „Mein Weg: Mehrweg!" möchte Alternativen anbieten. In diesem Rahmen wurde bereits vor der Cornona-Zeit unter anderem ein „Spülmobil" angeschafft, welches für Veranstaltungen in und um Solingen zur Verfügung steht. Das Angebot soll bald weiter ausgebaut werden, um die Idee „Mehrweg statt Einweg" auf Festen im öffentlichen Raum Realität werden zu lassen:

  • Einführung von Mehrwegbechern und -getränkeflaschen
  • Ausschluss von Portionsverpackungen
  • Verwendung von wiederverwendbarem Geschirr und Besteck bei Veranstaltungen

Mehrweg
Fotos: Stadt Solingen - Christian Beier

Das Projekt startete bereits vor der Corona-Zeit. An der Weiterentwicklung der Idee sind auch weiterhin diejenigen beteiligt, die mit den Festen zu tun haben, etwa die Ausrichter von Zöppkesmarkt, Dürpelfest, Echt.Scharf.Solingen und Gräfrather Marktfest, außerdem die Verbraucherzentrale sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger.

In der Gastronomie wird die Mehrwegverpackung zur Pflicht

Gastronomiebetriebe ab einer gewissen Größe sind künftig übrigens verpflichtet, beim Straßenverkauf eine Mehrwegverpackung anzubieten. Das beschloss der Bundestag im Mai 2021. Restaurants, Imbisse und Cafés müssen ihren Kunden beim Straßenverkauf künftig neben Einwegverpackungen auch alternativ eine Mehrwegvariante anbieten. Zudem verabschiedeten die Abgeordneten eine Erweiterung der Pfandpflicht. Eine entsprechende Verpflichtung soll ab dem Jahr 2023 gelten.

Wo?

Spülmobil:
zum Beispiel bei Falk Dornseifer
Lüneschloßstraße 9