Mollige

Von Max Kratz

Bronze
100 x 85 cm
1978
im Besitz der Stiftung Max Kratz

Die „Mollige“, auch als Hockendes Mädchen betitelte Arbeit, stammt aus einer Schaffensperiode von Max Kratz, in der sich eine ganze Folge von Bronzen in expressiverem Stil dem weiblichen Akt in verschiedenen Körperhaltungen widmeten, so die „Kauernde“, die „Reckende“, die „Bückende“ und die „Krabbelnde“.

Die Figur ist stark verfremdet, scheint dekonstruiert und wieder zusammen gefügt. Die Oberfläche ist durch kraterähnlich Öffnungen durchbrochen, was der Plastik einen etwas erdigen, modellierten Charakter gibt, fernab jeder figürlichen Idealisierung. Auch die Körperhaltung in direkter Bodennähe und der Verzicht auf einen Sockel ist ein Ausdruck von Erdverbundenheit. Geradezu physisch spürbar scheint die der Haltung innewohnende Spannung.

Kunstwerke von Max Kratz in Solingen

ars publica
wird unterstützt durch den
Landschaftsverband Rheinland