Reiterstandbild des Grafen Engelbert

Von Paul Wynand

Bronze (Hohlguss)
eingeweiht 1929

Reiterstandbilder auf einem hohen Sockel gehen bis auf die griechische Antike zurück. Nach der wilhelminischen Zeit, der letzten Periode des Deutschen Kaiserreichs, ging die Tradition der Reiterstandbilder jedoch zu ende. Das Standbild des Grafen Engelbert II. von Berg wurde jedoch erst im Jahr 1929 eingeweiht und stellt damit einen Anachronismus dar. Dieser ist jedoch nicht verwunderlich, denn die Anlage von Schloss Burg, wie wir sie heute kennen, ist eine auf das Mittelalter bezogene freie Rekonstruktion und so lag auch eine historisierende Darstellung des Grafen Engelbert zu Pferde nahe.

Engelbert II. Graf von Berg lebte von 1185 bis 1225 und ist auch als Erzbischof Engelbert I. von Köln, später der Heilige Engelbert genannt, in die Geschichte des Rheinlands eingegangen.

Alles überschauend blickt Engelbert II. in stolzer Körperhaltung und selbstbewusstem Ausdruck in die Ferne. Die Köpfe von Ross und Reiter wenden sich in dieselbe Richtung, was den Eindruck hoher Aufmerksamkeit unterstreicht. Stilistisch lehnt sich das Reiterstandbild eher frei an Vorbilder der Stauferzeit an.

Das Monument von Paul Wynand wurde von Max Albert Molineus, einem Ingenieur und Kommerzienrat aus Wuppertal-Barmen, gestiftet.

Kunstwerke von Paul Wynand in Solingen

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