Ruhende Tänzerin

Von Max Kratz

Bronze
127 x 110 x 100 cm
1992
im Besitz der Stiftung Max Kratz

Das Interesse von Max Kratz für den Tanz war sicher eine Basis für die Bronze der „Ruhenden Tänzerin“. Aber auch darüber hinaus ist diese Bronze ein gutes Beispiel für Max Kratz sensible Beobachtungsgabe für den menschlichen – meist den weiblichen – Körper.

Diese Gabe führt zu weit mehr, als bloßer Abbildung. Sie erfasst eine persönliche Situation und lässt die Dynamik des Körpers spüren. Die „Ruhende Tänzerin“ ruht zwar, legt vielleicht eine Pause während einer Probe ein, aber ihrem Körper ist noch eine Spannung anzusehen, als ginge die Probe nach der Pause weiter. Ihre Haltung hat etwas Dehnendes, sehr Bewusstes. Trotz aller Stilisierung ist ein wacher Blick auffällig. Sie scheint konzentriert vor sich zu schauen. Die Haltung des auf die Zehenspitze gestellten linken Fußes macht die Spannung besonders deutlich, und die in sich verharrende Tänzerin scheint zum Wechsel in eine aktive Phase bereit.

Kunstwerke von Max Kratz in Solingen

ars publica
wird unterstützt durch den
Landschaftsverband Rheinland