Steinplastik vor dem Amtsgericht

Von Erwin Heerich

Steinskulptur
90 x 360 x 404 cm
1994

Fast unbemerkt und äußerst unaufdringlich befindet sich vor dem Solinger Amtsgericht eine Steinplastik ohne Titel von einem der bedeutendsten deutschen Bildhauer der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts – von Erwin Heerich.

Die Arbeit ist von puristischer Einfachheit und klarer, mathematischer Struktur geprägt. Reduziert auf geometrische Körper besteht die Plastik zum einen aus einem flachen Zylinder, aus dem ein Stück herausgeschnitten ist und beide Schnittachsen in einem rechten Winkel aufeinandertreffen. In den so entstandenen Ausschnitt mündet mit seiner spitzen Kante ein liegender Keil. Der eingeschnittene Zylinder besteht aus mehreren Einzelsteinen, die durch Schnitte in den Körper entstanden sind. Die Pflasterung aus quadratischen Betonplatten bildet insgesamt ein Quadrat, auf dem der Zylinder der Plastik exakt zentriert platziert ist. Einige Schnittfugen des Zylinders schließen an Fugen der Pflasterung an.

Dies lässt erkennen, dass Plastik und Vorplatzgestaltung einem gemeinsamen kompromisslosen formalen Konzept folgen.

Erwin Heerich (1922 bis 2004) war als Architekt und Bildhauer der prägendsten Künstler der Insel Hombroich (Neuss) sowie Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie.

Kunstwerke von Erwin Heerich in Solingen

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